Gesellschaft und Ökologie

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Gesellschaft und Ökologie - Nachrichten aus Umwelt, Naturschutz und Ökologie

Tag: Wasserkraft

Intelligente Stromnetze machen eine europaweite Versorgung mit alternativer Energie möglich

Das Zusammenbrechen der Stromversorgung auf Grund von fehlenden Speicherkapazitäten und einem mangelhaft ausgebauten Netz, das sind die Horrorvisionen mit denen Atomlobby und Energiekonzerne versuchen das Rad der Zeit zurückzudrehen, mit dem Ziel den Ausstieg vom Atomausstieg zu erreichen. Außerdem soll die Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen dem gemeinen Bürger auch weiter als alternativ-los verkauft werden.

Dabei sieht die Realität anders aus und die Technik ist längst dazu in der Lage ganz Europa flächendeckend mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Dafür hervorragend geeignet ist „die Technik der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung“ – kurz HGÜ – mit der eine verlustarme Energieübertragung über große Strecken möglich ist, wie Josef Lutz, Professor für Leistungselektronik an der TU Chemnitz, ausführt. Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen können, bei gleichem Materialeinsatz, im Gegensatz zu 380-kV-Freileitungen, die dreifache Menge von Energie über Entfernungen von mehreren tausend Kilometern transportieren.

Die HGÜ würde es ermöglichen mit nur einer Leitung von Nord nach Süd ganz Deutschland mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Das Netz könnte im Norden mit Wind- und Wasserenergie aus Norwegen und im Süden von Solarenergie-Anbietern aus dem Mittelmeerraum gespeist werden. Tunesien könnte beispielsweise ein möglicher Anbieter von Solarenergie sein und eine HGÜ-Leitung nach Italien wird bereits projektiert. Auf diese Art ließen sich kostenintensive neue Speicher sowie konventionelle Reservekraftwerke vermeiden. Gleichzeitig könnten vorhandene Speicher zur überregionalen Verteilung der Energie genutzt werden.

In China wurde eine solche HGÜ mit 800 kV und 6,4 GW bereits in Betrieb genommen und versorgt nun, über eine Strecke von mehr als 2000 km, das Ballungszentrum um Shanghai mit Strom aus Xiangjiaba im Nordosten Chinesischen Provinz Yunnan.

In Verbindung mit einem sogenannten „Modular Multilevel Converter“ könnte ein intelligentes Stromnetz aufgebaut werden, das über eine saubere sinusförmige Spannung von mehreren tausend Volt verfügt. Ein so ausgestattetes HGÜ könnte Funktionen der Netzstabilisierung und des Ausgleichs von Störungen in konventionellen Drehstromnetzen übernehmen, sowie Fehler an der Gleichstromseite in wenigen Sekunden elektronisch klären ohne, dass dem Teilnehmer selbige überhaupt auffallen.

 

Regenerative Energie – Wirtschaftliches Wachstum und Naturschutz

umwelt und wirtschaft hand in hand Wirtschaftliches Wachstum und Naturschutz zu vereinen, das schien bislang ein utopischer Ansatz.

Die „Regenerative Utopie“ wird Realität

Vor dem Hintergrund der anstehenden Energiewende und der Abkehr von der Nutzung der Atomenergie in Deutschland und möglicherweise auch in anderen Ländern gewinnt das wirtschaftliche Wachstum eines relativ neuen Industriezweiges an Bedeutung für konkreten Naturschutz. Wirtschaftliche und ökologische belange gehen in diesem Bereich Hand in Hand.

Investitionen in regenerative Energie werden profitabel und sogar Giganten wie der Volkswagen-Konzern engagieren sich im Bereich Windenergie um sich noch rechtzeitig in diesem Boombereich zu positionieren.

Der zu erwartende technologische Schub in diesem Sektor ist enorm und endlich werden große Anstrengungen unternommen und Forschungspotentiale bereitgestellt um CO2-neutrale Energiegewinnung und Speichertechnologie voranzutreiben.

Es wird in die Industrie für erneuerbare Energie investiert

Betriebsame Geschäftigkeit allerorten – der längst überfällige Ausbau des Stromnetzes, die Installation von Solar-, Windkraft- und Biogasanlagen wird vorangetrieben.
Private und Institutionelle Anleger reißen sich um die Aktien der Firmen die Solaranlagen und Windkraftanlagen bauen. Es werden dort bereits heute gute Renditen erwirtschaftet – die Tendenz ist steigend.

Es gilt den Beweis zu erbringen, dass es für eine Industrienation wie Deutschalnd nicht nur möglich ist auf erneuerbare Energie umzusteigen, sondern dass damit auch wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand verbunden sein kann.

Technologischer Vorsprung durch ökologisches Handeln

Es werden in den nächsten Jahren vor allem deutsche Firmen sein, die sich in diesem Zukunftsmarkt positionieren.

Die deutsche Wirtschaft ist eine Exportwirtschaft und gerade im Bereich Energietechnologie wird ein technologischer Vorsprung entstehen der dem Exportwunder Deutschland erhebliche Vorteile am Markt verschaffen wird.

Schon jetzt entstehen in der Industrie für erneuerbare Energien mehr neue Arbeitsplätze als in jedem anderen Bereich.  Der unmittelbare und lanfristige Nutzen dieser Entwicklung ist klar ersichtlich.

Der Holzweg Atomenergie wird – so ist erstmals realistisch zu hoffen – ein baldiges Ende haben und Wind, Sonne und Wasserkraft werden einen großen Teil der weltweiten Energieproduktion stellen.

Eine Utopie muss demnach nicht immer eine bleiben. Das finden wir gut!

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