
Grüne Piraten – ökologische Helden?
Schwarz oder weiß oder grün? Gut oder böse oder beides? Meist sind wir bestrebt unser Welbild in Kategorien zu organisieren. Dinge und Menschen in entsprechende Schubladen und Kategorien zu stecken macht aber in den seltensten Fällen Sinn, wie das Beispiel der afrikanischen Piraten vor Kenia und Somalia beweist.
Wie der Focus berichtet schrecken die Piraten vor der afrikanischen Küste die Fangflotten der Industrieländer ab und die Fischbestände erholen sich. Längst ausgerottet geglaubte Arten tauchen wieder auf und die Biotope vor den Küsten Somalias und Kenias erwachen zu neuem Leben.
Interessant dabei ist, dass die meisten Piraten zuvor Fischer waren – zur Piraterie kamen Sie weil die Fischgründe von schwimmenden Fischfangfabriken geplündert wurden und ein Auskommen durch die Fischerei nicht mehr möglich war.
Ein klarer Fall von schwarz kann auch weiß sein!
Es wäre zu wünschen, dass die Industriestaaten auch ohne Piraten in der Lage wären die Lebensgrundlage der afrikanischen Fischer zu schützen. Hier scheinen jedoch kurzfristige wirtschaftliche Interessen eine größere Rolle zu spielen als langfristige und humanistische Aspekte.
Bleibt zu hoffen, dass dieses sinnfällige Beispiel den Einen oder Anderen (Politiker) zum Nachdenken anregt.
Redaktion,
15.01.2010, 13:56 | Abgelegt unter: Mensch & Umwelt,Nachrichten,Politik,Umweltschutz | RSS 2.0 | TB | Tags: Gesellschaft, Mensch, Natur, Ökologie, Ökonomie, Politik, Raubbau, Umweltschutz | 2 Kommentare
23 Jahre nach der Umweltkatastrophe in Tschernobyl erschüttert ein Erdbeben den geplanten bulgarischen AKW-Standort Belene
Darf man ein Kernkraftwerk überhaupt in einem Erdbebengebiet errichten? Der deutsche Energiekonzern RWE hatte als einer der wichtigsten Investoren des Projekts offenbar bislang keine ernsthaften Bedenken, ganz im Gegensatz zu besorgten Bürgern und Fachleuten wie Dr. Gueorgui Kastchiev. Der ehemalige Leiter der bulgarischen Atomenergieaufsicht sprach sich auf der Jahreshauptversammlung des RWE am vergangenen Mittwoch gegen den Bau des AKW Belene aus. Zahlreiche Politiker und Aktionäre schlossen sich der Kritik an.
Nur wenige Tage später, am Abend des 25. April 2009, kam es am geplanten Standort zu einem Erdbeben der Stärke 5,3 auf der Richterskala. In der gleichen Nacht ereignete sich vor 23 Jahren das Reaktorunglück in Tschernobyl. Das bulgarische AKW Belene soll ebenfalls mit russischer Technologie gebaut werden. Nach dem ersten Baubeginn 1987 wurde das ursprüngliche Projekt aufgrund von Geldmangel und Bürgerprotesten zunächst eingestellt. Der Neubau soll nach Plänen von RWE 2013 in Betrieb genommen werden.
Wer seine Stimme geltend machen möchte hat hier die Möglichkeit dazu:
Petition: Ausstieg aus der Atomenergie & Petition: Finger weg von Belene
Der Klimawandel ist schon seit langem ein Dauerbrenner in der gesellschaftlichen Diskussion. Die Frage, ob überhaupt ein Klimawandel stattfinde, ist wohl spätestens seit den dramatischen Bildern schmelzender Gletscher in den Alpen eindeutig mit Ja zu beantworten. Strittig bleibt in wissenschaftlichen Kreisen weiterhin, welchen Einfluss der Mensch tatsächlich auf das Klima hat und welche Folgen uns durch den Klimawandel bevorstehen.
Siehe dazu auch die Diskussion “Klimaveränderung – Katastrophe oder nicht?”