Gesellschaft und Ökologie

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Tag: Umwelt

Klimakiller Scheidung? Ökosteuer für Geschiedene?

Zugegeben, die Aussage Scheidung sei ein Klimakiller, scheint auf den ersten Blick eher abwegig zu sein, doch genau das stellt eine us-amerikanische Studie fest, die die Welt in Ihrem Artikel “Klimakiller Scheidung“ zitiert.

Durch die zunehmende Zahl von Singlehaushalten werde mehr Platz benötigt und mehr Energie verbraucht, sagt Professor Jianguo Liu von der Universität des US-Bundesstaates Michigan in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften (PNAS).

Klar ist, Ehescheidungen sind eine regelrechte Boomindustrie und auch im Bereich der kürzlich erst eingeführten Lebenspartnerschaft (sog. Homoehe) ist Trennung ein Thema im Aufwind.

Online Scheidung ist heute das Schlagwort, bloggende Scheidungsanwälte twittern zum Thema und all das spiegelt einen klaren Trend wider – Schnell und ohne großen Aufwand aus dem Ehejoch zu entkommen. Der Zyniker mag sich bisweilen fragen, warum überhaupt geheiratet wird…

Sicher ist der Ansatz Scheidungen zu (öko) besteuern übertrieben – würde vermutlich auch nicht eine Ehe retten – andererseits braucht der Staat ja immer neue Einnahmequellen und warum nicht eine Scheidungs(öko)steuer ;)

Ganz sicher bedeuten mehr Scheidungen allerdings tatsächlich höhere Belastungen für Umwelt und Klima. Ein möglicher Ansatz sind hier tatsächlich andere Formen des Zusammenlebens ausserhalb der Ehe – alternative Wohnprojekte durch die sich Synergien ergeben.

Empfinde Dankbarkeit für alles Lebendige

spiegelbild mensch und natur

Foto: Oliver Weber / pixelio

In Anbetracht der, um es vorsichtig auszudrücken, mageren Ergebnisse der UN-Klimakonferenz und anderer Hiobsbotschaften zum Thema Umweltzerstörung stellt sich für viele die Frage nach den eigenen Handlungsspielräumen.

Die Achtung vor dem Lebendigen und das, was in der Konsequenz daraus folgen sollte, der Schutz und und die Erhaltung des Lebens in seinen verschiedensten Formen, ist ein Grundwert der dieser Tage mehr und mehr verloren geht.

Dies gilt leider auch insbesondere für die Entscheidungsträger vieler Regierungen dieser Erde.  Eine Symptomatik mit System.
Der Mensch, die Gesellschaft steht immer weniger im Einklang mit der Natur und viele Menschen wissen das, oder ahnen es insgeheim.
Die Suche nach Sinn, die Sehnsucht nach Werten, der Wunsch nach Einklang mit der Welt, nach ganzheitlicher Gesundheit, und im selben Zug die Anforderungen des Alltags, die kaum Raum lassen für Ruhe, Gedanken und Dinge die uns der Natur wieder näher bringen.

Viele Umweltbewegte haben längst resigniert, und sogar sinnvolles umweltpolitsches Engagement kann, in einer Welt die von kurzsichtigen ökonomischen Interessen regiert wird, nur wenig bewegen – oder schlimmstenfalls sogar kontraproduktive Effekte hervorbringen (siehe Biokaftstoffe und Regenwald).

Konzepte zu einem ganzheitlichen, gesundem, und umweltverträglichen Leben gibt es viele, die Rückkehr zu sich selbst und zur Natur ist ein Kernpunkt der meisten dieser Bestrebungen. Die Natur wieder kennen zu lernen – sich in die Natur zu begeben – muss manchmal organisiert werden. Die eigene Verbindung zur Welt und sich selbst zu erkennen, kann ein anderer Ansatz sein.
Unsere Gesundheit – unser inneres Gleichgewicht – unsere Erdung und unser Bezug zu Umwelt und Natur sind Aspekte die wir alle wieder stärker ins Bewustsein rücken sollten.

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