Gesellschaft und Ökologie

- weltweit ökologisch denken und handeln -

Gesellschaft und Ökologie - Nachrichten aus Umwelt, Naturschutz und Ökologie

Kategorie: Nachrichten

Verdeckte Lobbyarbeit auch bei Biosprit

Die unabhängige Initiative für Transparenz und Demokratie – Lobbycontrol berichtet über verdeckte Lobbyarbeit für den umstrittenen Biosprit.
Da über Lobbyisten und deren Netzwerke erheblicher Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse genommen wird, unterstützen wir den Appell für ein verpflichtendes Lobbyisten-Register von Lobbycontrol.

EU-Agrarsubventionen: keine Chance für Öko-Bauern

Die Mitte Juli 2009 veröffentlichten Zahlen über die EU-Agrarsubventionen sind mehr als ernüchternd:  Obwohl die EU auch Fördermittel an ökologische Betriebe vergibt, landet der größte Teil der Subventionen bei den Großkonzernen, die auf großflächigen Betrieben konventionelle Landwirtschaft im industriellen Stil betreiben. So ist die Firma Südzucker der größte EU-Subventionsempfänger in Deutschland. Abgesehen von der Bürokratie, der hier von der EU betrieben wird, führt das System der Agrarsubventionen zu einer Umverteilung von unten nach oben. Konzerne profitieren, engagierte Öko-Bauern und Bäuerinnen ziehen den Kürzeren. Durch die Exportsubventionen leiden zudem die ohnehin schon armen Erzeuger in den Entwicklungs- und Schwellenländern, die oft am Rande des Existenzminimums produzieren.  Eine Abschaffung der EU-Subventionen wäre wohl für Umwelt, Landwirte und die gesamte Bevölkerung die beste Lösung.
Quellen: Tagesschau, Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Schweinswale in der Ostsee durch Schnellbootrennen gefährdet

schweinswal
Foto: © NOAA

Wie der Verein Rettet den Regenwald e. V. berichtet, soll ausgerechnet während der Wurf- und Säugezeit der in der Ostsee heimischen Schweinswale ein Schnellboot rennen stattfinden. Mit dem Veranstaltungsort Eckernförder Bucht hat man sich zudem ein Gebiet mit der höchsten Schweinswaldichte an der deutschen Ostseeküste ausgesucht.
Die emfindlichen Tiere werden also durch eine an sich schon sehr zweifelhafte Spaßaktion in der wichtigsten Zeit des Jahres gestört, die Auswirkungen auf die Population sind kaum einzuschätzen.

Interesannterweise ist ausgerechnet dasRatsmitglied der Bündnis 90/Die Grünen im Gemeinderat der Gemeinde Jüchen, Thomas Dederichs, Vorstand der Bts® Europa AG, die mit den Marken DUI und HALYCON zu den wenigen noch verbliebenen Sponsoren zählt.
Firmen die noch immer durch Sponsoring derartige “Spaßevents” unterstützen, sollten sich ernsthaft Gedanken um den zu erwartenden Imageschaden machen! Die Effekte könnten negativ sein wie zahlreiche Blogbeiträge und Presseberichte zeigen!

Diese überflüssige und sinnlose Aktion sollte verhindert werden!

Bitte unterstützt den Protest dagegen durch eine Teilname an der Online-Petition / Protestaktion zum Schutz der Wale in der Ostsee!

Eilaktion: Zerstörung des Rio Sao Francisco verhindern!

rio-sao-francisco
Foto: Janas / Wikimedia.org

Die brasilianische Regierung will Ende Mai 2009 mit der Umleitung des Rio Sao Francisco beginnen und löste damit weltweit Proteste aus. Die Umleitung kommt in erster Linie dem Anbau von Soja und Zuckerrohr zugute, die natürliche Vegetation und der Lebensraum der ansässigen Bevölkerung würde dem Export und der Produktion von “Biokraftstoff” geopfert. Die Bevölkerung am Sao Francisco ist von Trinkwasserknappheit und Hunger bedroht, viele müssten ihren angestammten Lebensraum verlassen.
Nachdem der Bischof Luiz Cappio 2007 aus Protest in den Hungerstreik trat, wurde das Projekt zunächst gestoppt. Für sein Engagement erhielt Luiz Cappio am 8. Mai den Kant-Weltbürgerpreis 2009. Doch der internationale Protest ist offenbar bisher zu gering, um die Regierung Lula von der Fortsetzung der Umweltzerstörung im brasilianischen Regenwald abzuhalten. Mit einer Eilaktion auf www.regenwald.org kann die Umweltzerstörung vielleicht quasi in letzter Minute gestoppt werden.

Atomstrom ist teuer – versteckte Subventionen verzerren die Preise

Atomkraft - Nein Danke!

Atomstrom – bizarrerweise kommen gerade jetzt, vor dem Hintergrund der Klimaveränderungen, die Energiekonzerne wieder aus den Löchern gekrochen um dem Verbrauchern ihren sauberen und CO2-neutralen Atomstrom wieder schmackhaft zu machen.
Nicht zuletzt über das Argument des günstigeren Preises werden die Werbetrommeln gerührt und natürlich – wo immer es – geht neue AKWs gebaut – zur Not auch in Erdbebengebieten von Staaten mit korrupter Verwaltung.
Wie heute bei Golem zu lesen war ist aber gerade das Preisargument so nicht haltbar.

Laut Zeit Wissen werden bei diesen Preisangaben sowohl falsche Grundannahmen angelegt. So wird z. B. die Laufzeit und Auslastung der Kraftwerke unrealistisch hoch angesetzt.

3 bis 4 Cent soll die Kilowattstunde kosten, versprechen die Energieversorger. Zum Vergleich: Strom aus kohlendioxidemittierenden Kohlekraftwerken kostet zwischen 2,5 und 5 Cent pro Kilowattstunde. Umweltfreundlicher Strom aus erneuerbaren Energiequellen hingegen ist teurer: Windstrom kostet 6 bis 9 Cent, Solarstrom 9 bis 50 Cent je Kilowattstunde.

Dieser von den Betreibern angegebene Strompreis sei jedoch nicht realistisch, berichtet das Magazin Zeit Wissen in seiner aktuellen Ausgabe. “Auf solch niedrige Kosten pro Kilowattstunde kommen AKW-Betreiber allerdings nur, wenn sie versteckte Subventionen berücksichtigen”, sagte Wolfgang Irrek, Energieexperte am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie dem Zeit-Ableger.

Diese versteckten Subventionen sind im Einzelnen z. B. viel zu niedrige Risikoabsicherungen der Kraftwerksbetreiber oder besonders günstige Kredite bei hoher Laufzeit.

Fazit: Mit der Wahrheit nehmen es die Herren Atomstromwerber nicht so genau – dann doch lieber auf Ökostrom umsteigen und vor allem weniger Energie verbrauchen. weiterlesen… »

Monsanto erleidet Niederlage bei Eilantrag zum Gen-Mais Verbot

Pro Umwelt und pro gentechnikfreie Nahrung hat heute (Di. 05.05.2009) das Verwaltungsgericht Braunschweig entschieden und dem Eilantrag des amerikanischen Monsanto-Konzerns zur Aufhebung des Genmaisverbotes durch Frau Aigner abgewiesen. Dies ist eine, zwar vorläufige aber doch herbe Niederlage im Streit um die Zulassung des Anbaues der genmanipulierten Maissorte MON 810.
Das Gericht hielt die gesetzlichen Erfordernisse zur Aufrechterhaltung des Verbotes für gegeben. Eine Notwendigkeit von gesicherten wissenschaftlich Beweisen für die Gefährdung hielt das Gericht nicht für notwendig. 

Eine aus ökologischer und gesundheitspolitischer Sicht gute und richtungsweisende Entscheidung, die das Wohlergehen von Mensch und Umwelt vor die rein wirtschaftlichen Interessen des Monsantokonzerns stellt.
Über FAZ

“Grüne Suchmaschine” Forestle

forestle

Die Projekt Forestle hat sich als “grüne Suchmaschine” zum Ziel gesetzt, Projekte zum Schutz des Regenwalds zu über Werbeeinnahmen zu finanzieren. Nach eigenen Angaben werden auf diese Weise bei jeder Suche über Forestle.org 0,1 m² Regenwald gerettet. Die Suchergebnisse stammen von Yahoo, seit sich Google nach anfänglicher Zusammenarbeit aus dem Forestle-Projekt zurückgezogen hat.

Gen-Kartoffel Amflora zugelassen

kartoffeln

Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CDU) erlaubte soeben den Anbau der umstrittenen “Genkartoffel” Amflora im Rahmen eines Freilandversuchs. Nachdem das Verbot der Genmais-Sorte MON810 in weiten Teilen der Bevölkerung für Begeisterung sorgte, steht die Ministerin nach ihrer jüngsten Entscheidung erneut im Zentrum der Kritik. Nach Angaben von Bild.de werden übrigens weltweit bereits auf insgesamt über 125 Millionen Hektar gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut – mehr als das dreifache der Fläche der Bundesrepublik Deutschland.

Monsanto klagt gegen Gen-Mais-Verbot

Gen-Mais und deutsches Recht

Das Verbot der Gen-Mais-Sorte MON810 durch die deutsche Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner ließ den Hersteller Monsanto nicht kalt. Am 21. April 2009 reichte Monsanto beim Bundesverwaltungsgericht Braunschweig Klage gegen das Verbot ein, um durch einen Eilentscheid zu erreichen, dass noch in diesem Frühjahr Gen-Mais ausgesät werden darf.

Obwohl die Mehrheit der deutschen Bevölkerung gentechnisch veränderte Lebensmittel ablehnt, liegt die Entscheidung darüber nun in den Händen der Juristen.

Einheitsstecker für Elektroautos – Energiebranche einigt sich auf einheitlichen Standard.

elektro auto stecker

Der Markt ist gross und es ist ein Markt der Zukunft. Stromautos, Elektroautos – Individualverkehr aus der Steckdose. Damit sich dieser Markt besser entwickelt, einigten sich die Großen der Energiebranche nun auf einen standardisierten Ladestecker. So soll garantiert werden, dass einzelne Insellösungen, die Nutzbarkeit von Elektrofahrzeugen einschränken könnte.
Die Standards sollen offengelegt werden und somit jedem Anbieter oder Entwickler zur Verfügung stehen.
Der neue Normstecker wurde am Wochenende auf der Hannovermesse präsentiert, er ist dreiphasig und arbeitet mit einer Spannung von 400 Volt und bis zu 63 Ampère.
An den Entwicklungen in diesem Bereich, u. A. von gemeinsamen Ladetechnologien, sind auch die meisten der großen Automobilhersteller beteiligt.
Zwar sind Elektroautos nicht grunsätzlich umweltschonender als herkömmliche PKW, sie bieten aber eine technische Möglichkeit individuelle Mobilitätsbedürfnisse durch regenerative, erneuerbare Energien zu realisieren. Zudem arbeiten Elektromotoren energieeffizienter als Verbrennungsmotoren, die Bereitstellung der Energie erfolgt zentral und lässt sich zentral optimieren. Faktoren wie CO2 Emissionen könnten erheblich verringert werden.
 Aus ökologischer Sicht wäre natürlich eine drastische Reduzierung des PKW-Verkehrs sinnvoll – realistisch betrachtet ist dies jedoch mittlelfristig kaum durchzusetzten. Eine Entwicklungserleichterung für Elektrofahrzeuge und deren Infrastruktur ist wohl schon deshalb zu begrüßen.
Info: Welt.deGolem

Gesellschaft und Ökologie läuft unter Wordpress 3.1.3
Anpassung und Design: © WP-Theme - gesellschaft-fuer-oekologie.de
W3C Konform