Gesellschaft und Ökologie

- weltweit ökologisch denken und handeln -

Gesellschaft und Ökologie - Nachrichten aus Umwelt, Naturschutz und Ökologie

Kategorie: Energie

Trend zu sauberen Autos 2010

Lange genug hat der PS-Wahn auf deutschen Straßen regiert. Immernoch sind spritfressende SUVs und PS-strotzende Boliden ein erheblicher Teil des Bildes auf unseren Straßen. Es scheint jedoch Hoffnung zu geben – der Trend zu mehr ökologischem Bewusstsein beim Autokauf scheint sich zu verfestigen, denn:  Immer mehr Deutsche fahren lieber sauber als schnell! Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Puls Marktforschung.

Demnach geben 72% der Autokäufer an, dass Ihnen Umweltfreundlichkeit, Kraftstoffverbrauch und Nachhaltigkeit wichtiger sind als traditionelle Kriterien wie Motorleistung, Fahrspaß oder Sportlichkeit. Quelle

Schade, dass die Deutschen Autohersteller der Internationalen Konkurrenz teils um Jahre hinterher hinken. Hier hat man, gerade bei den sog. Premiummarken den Trend lange verschlafen. Es wundert also nicht, dass Internationale Marken den Markt besetzten und ausbauen wollen. So kündigte beispielsweise der Indische Autobauer Tata an seinen Kleinwagen Nano als Elektroauto in Europa zu vermarkten.  Es bleibt abzuwarten ob deutsche Hersteller mit praxistauglichen Produkten und Konzepten nachziehen.

Licht aus! Earth Hour 2010!

Earth Hour Licht aus!

Zur größten weltweiten Klimaaktion ruft zur Zeit der WWF auf!

Earth Hour – Licht aus, Klimaschutz an!

Am 27. März 2010 um 20.30 Uhr – Werden Sie Teil einer weltweiten Bewegung!

Mach mit bei Earth Hour, der größten Klimaschutzaktion, die es je gab! Schalte am Samstag, den 27. März 2010 um 20.30 Uhr gemeinsam mit Hunderten Millionen Menschen in tausenden Städten weltweit für 60 Minuten die Lichter aus.

Wir finden das ist eine tolle Aktion – selbst wenn der tatsächliche unmittelbare  Nutzen von vverschidenen Seiten u. U. mit Recht bezweifelt wird ist es doch vor allem eine Demonstration die klar macht, dass Veränderungen notwendig und von einem Großteil der Bevölkerung gewünscht sind!

Also mitmachen und Licht aus fürs Klima!
Weitere Infos auch unter: http://www.earthhour.orgGebloggt und gefunden hier ;)

Klimakiller Scheidung? Ökosteuer für Geschiedene?

Zugegeben, die Aussage Scheidung sei ein Klimakiller, scheint auf den ersten Blick eher abwegig zu sein, doch genau das stellt eine us-amerikanische Studie fest, die die Welt in Ihrem Artikel “Klimakiller Scheidung“ zitiert.

Durch die zunehmende Zahl von Singlehaushalten werde mehr Platz benötigt und mehr Energie verbraucht, sagt Professor Jianguo Liu von der Universität des US-Bundesstaates Michigan in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften (PNAS).

Klar ist, Ehescheidungen sind eine regelrechte Boomindustrie und auch im Bereich der kürzlich erst eingeführten Lebenspartnerschaft (sog. Homoehe) ist Trennung ein Thema im Aufwind.

Online Scheidung ist heute das Schlagwort, bloggende Scheidungsanwälte twittern zum Thema und all das spiegelt einen klaren Trend wider – Schnell und ohne großen Aufwand aus dem Ehejoch zu entkommen. Der Zyniker mag sich bisweilen fragen, warum überhaupt geheiratet wird…

Sicher ist der Ansatz Scheidungen zu (öko) besteuern übertrieben – würde vermutlich auch nicht eine Ehe retten – andererseits braucht der Staat ja immer neue Einnahmequellen und warum nicht eine Scheidungs(öko)steuer ;)

Ganz sicher bedeuten mehr Scheidungen allerdings tatsächlich höhere Belastungen für Umwelt und Klima. Ein möglicher Ansatz sind hier tatsächlich andere Formen des Zusammenlebens ausserhalb der Ehe – alternative Wohnprojekte durch die sich Synergien ergeben.

Energie in Bürgerhand: Stromkonzern kaufen, Ökostrom fördern!

Energie in Bürgerhand
Bild: © www.energie-in-buergerhand.de

Es klingt wie ein Traum, der bald Wahrheit werden kann. Ein Stromkonzern im Bürgerbesitz könnte die Oligarchie der großen Stromkonzerne ernsthaft gefähren und dazu beitragen, dass Stromversorgung ökologisch und ökonomisch gehandhabt und wieder als Gemeinschaftsaufgabe gesehen wird – und nicht als Kapitalanlage, aus der Manager und Firmenbosse ihren Profit ziehen.

Die Genossenschaft “Energie in Bürgerhand” steht kurz davor, bald der fünftgrößte Stromversorger des Landes zu sein – eine Riesenchance für die Ökologie in Deutschland! Machen Sie mit und kaufen Sie selbst einen Anteil am neuen Ökostromanbieter.  Diese historische Chance sollten wir uns nicht entgehen lassen!

Der Energiemarkt in Deutschland ist zur Zeit weitgehend unter den “Stromriesen” aufgeteilt, der neue Konzern wäre dann als “Stromrebell” immerhin der fünftgrößte Stromanbieter in Deutschland. Derzeit gehört das Unternehmen Thüga dem Stromkonzern E.ON, dieser muss sich jedoch auf Druck des Kartellamts von der Firma trennen. Aussichtsreichster Käufer von Thüga ist die Genossenschaft “Energie in Bürgerhand”  in der sich engagierte Bürgerinnen und Bürger mit dem Ziel zusammengeschlossen haben, eine Mehrheitsbeteiligung an der Thüga zu bekommen. Ins Leben gerufen wurde das Projekt von Michael Sladek. weiterlesen… »

Atomstrom ist teuer – versteckte Subventionen verzerren die Preise

Atomkraft - Nein Danke!

Atomstrom – bizarrerweise kommen gerade jetzt, vor dem Hintergrund der Klimaveränderungen, die Energiekonzerne wieder aus den Löchern gekrochen um dem Verbrauchern ihren sauberen und CO2-neutralen Atomstrom wieder schmackhaft zu machen.
Nicht zuletzt über das Argument des günstigeren Preises werden die Werbetrommeln gerührt und natürlich – wo immer es – geht neue AKWs gebaut – zur Not auch in Erdbebengebieten von Staaten mit korrupter Verwaltung.
Wie heute bei Golem zu lesen war ist aber gerade das Preisargument so nicht haltbar.

Laut Zeit Wissen werden bei diesen Preisangaben sowohl falsche Grundannahmen angelegt. So wird z. B. die Laufzeit und Auslastung der Kraftwerke unrealistisch hoch angesetzt.

3 bis 4 Cent soll die Kilowattstunde kosten, versprechen die Energieversorger. Zum Vergleich: Strom aus kohlendioxidemittierenden Kohlekraftwerken kostet zwischen 2,5 und 5 Cent pro Kilowattstunde. Umweltfreundlicher Strom aus erneuerbaren Energiequellen hingegen ist teurer: Windstrom kostet 6 bis 9 Cent, Solarstrom 9 bis 50 Cent je Kilowattstunde.

Dieser von den Betreibern angegebene Strompreis sei jedoch nicht realistisch, berichtet das Magazin Zeit Wissen in seiner aktuellen Ausgabe. “Auf solch niedrige Kosten pro Kilowattstunde kommen AKW-Betreiber allerdings nur, wenn sie versteckte Subventionen berücksichtigen”, sagte Wolfgang Irrek, Energieexperte am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie dem Zeit-Ableger.

Diese versteckten Subventionen sind im Einzelnen z. B. viel zu niedrige Risikoabsicherungen der Kraftwerksbetreiber oder besonders günstige Kredite bei hoher Laufzeit.

Fazit: Mit der Wahrheit nehmen es die Herren Atomstromwerber nicht so genau – dann doch lieber auf Ökostrom umsteigen und vor allem weniger Energie verbrauchen. weiterlesen… »

Belene: Erdbeben erschüttert AKW-Baustelle 23 Jahre nach Tschernobyl

23 Jahre nach der Umweltkatastrophe in Tschernobyl erschüttert ein Erdbeben den geplanten bulgarischen AKW-Standort Belene

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Reaktor 4 in Tschernobyl – © Carl Montgomery

Darf man ein Kernkraftwerk überhaupt in einem Erdbebengebiet errichten? Der deutsche Energiekonzern RWE hatte als einer der wichtigsten Investoren des Projekts offenbar bislang keine ernsthaften Bedenken, ganz im Gegensatz zu besorgten Bürgern und Fachleuten wie Dr. Gueorgui Kastchiev. Der ehemalige Leiter der bulgarischen Atomenergieaufsicht sprach sich auf der Jahreshauptversammlung des RWE am vergangenen Mittwoch gegen den Bau des AKW Belene aus.  Zahlreiche Politiker und Aktionäre schlossen sich der Kritik an.

Nur wenige Tage später, am Abend des 25. April 2009, kam es am geplanten Standort zu einem Erdbeben der Stärke 5,3 auf der Richterskala. In der gleichen Nacht ereignete sich vor 23 Jahren das Reaktorunglück in Tschernobyl. Das bulgarische AKW Belene soll ebenfalls mit russischer Technologie gebaut werden. Nach dem ersten Baubeginn 1987 wurde das ursprüngliche Projekt aufgrund von Geldmangel und Bürgerprotesten zunächst eingestellt.  Der Neubau soll nach Plänen von RWE 2013 in Betrieb genommen werden.

Wer seine Stimme geltend machen möchte hat hier die Möglichkeit dazu:
Petition: Ausstieg aus der Atomenergie  & Petition: Finger weg von Belene

Abnehmen für die Umwelt? – Übergewicht als Umweltproblem

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Übergewicht ist nicht nur ungesund, sondern auch umweltschädlich. Zu diesem Schluß kommt eine wissenschaftliche Studie, die von Phil Edwards und Ian Roberts von der Londoner School of Hygiene and Tropical Medicine im britischen Magazin “International Journal of Epidemiology” veröffentlicht wurde. Aktuellen Forschungsergebnissen zufolge ist der CO2-Ausstoß von einer Milliarde überwiegend schlanker Menschen um eine Gigatonne CO2 geringer als der einer weitgehend übergewichtigen Gesellschaft. Somit sei Übergewicht  als ernsthaftes Umweltproblem anzusehen.

Gründe sind zum einen die erhöhte Nahrungsmittelproduktion, die für einen erhöhten Ausstoß von Treibhausgasen sorgt. Weitere Emissionen enstehen durch erhöhte Transportkosten in der Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie. Weiterhin wird für den Tranport vieler dicker Menschen mehr Energie benötigt, und statistisch gesehen benutzen übergewichtige Menschen zudem häufiger das Auto.  Daher riefen die Wissenschaftler dazu auf, den Kampf gegen Übergewichtigkeit künftig als “Schlüsselfaktor” im Kampf gegen Umweltzerstörung und Klimawandel zu nutzen.

In den Medien wird dieser Denkanstoß bislang vor allem als Kuriosität gehandelt, die im schlimmsten Falle noch dazu beiträgt, bestehenden Vorurteilen Vorschub zu leisten. In Wirklichkeit ist es natürlich ein komplexes Thema, das nicht nur die Menge sondern auch die Art unserer Ernährung hinterfragen sollte. Vor allem der starke Fleischkonsum ist ökologisch und ernährungspolitisch bedenklich und mitverantwortlich für steigende CO2-Emissionen und die Knappheit von Wasser und Nahrungsmitteln.

Einheitsstecker für Elektroautos – Energiebranche einigt sich auf einheitlichen Standard.

elektro auto stecker

Der Markt ist gross und es ist ein Markt der Zukunft. Stromautos, Elektroautos – Individualverkehr aus der Steckdose. Damit sich dieser Markt besser entwickelt, einigten sich die Großen der Energiebranche nun auf einen standardisierten Ladestecker. So soll garantiert werden, dass einzelne Insellösungen, die Nutzbarkeit von Elektrofahrzeugen einschränken könnte.
Die Standards sollen offengelegt werden und somit jedem Anbieter oder Entwickler zur Verfügung stehen.
Der neue Normstecker wurde am Wochenende auf der Hannovermesse präsentiert, er ist dreiphasig und arbeitet mit einer Spannung von 400 Volt und bis zu 63 Ampère.
An den Entwicklungen in diesem Bereich, u. A. von gemeinsamen Ladetechnologien, sind auch die meisten der großen Automobilhersteller beteiligt.
Zwar sind Elektroautos nicht grunsätzlich umweltschonender als herkömmliche PKW, sie bieten aber eine technische Möglichkeit individuelle Mobilitätsbedürfnisse durch regenerative, erneuerbare Energien zu realisieren. Zudem arbeiten Elektromotoren energieeffizienter als Verbrennungsmotoren, die Bereitstellung der Energie erfolgt zentral und lässt sich zentral optimieren. Faktoren wie CO2 Emissionen könnten erheblich verringert werden.
 Aus ökologischer Sicht wäre natürlich eine drastische Reduzierung des PKW-Verkehrs sinnvoll – realistisch betrachtet ist dies jedoch mittlelfristig kaum durchzusetzten. Eine Entwicklungserleichterung für Elektrofahrzeuge und deren Infrastruktur ist wohl schon deshalb zu begrüßen.
Info: Welt.deGolem

Energieeffizient – Analoges Bloggen am Schwarzen Brett

analoges-bloggen

Es ist wohl nicht die Lösung, der durch die neuen Informationstechnologien verursachten, energiepolitischen Fragen.
Ein Denkanstoss zu mehr einfachem, zielgerichteten und lokalem Handeln ist es in jedem Fall:

Der liberianische “Nachrichtenspezialist” Alfred Sirleaf, auch als Liberia’s Blackboard Blogger bekannt, pinnt seine Postings an ein Schwarzes Brett. Nach eigenen Angaben erreicht er damit bis zu 10000 Personen täglich. Selbst wenn man diese Zahl kritisch hinterfragen kann, ist der selfmade Anchorman scheinbar recht erfolgreich. Kleine Webebotschaften im Nachrichtenmix scheinen sein Unternehmen zu finanzieren.
Ein kleines Schmunzeln ist erlaubt – gefunden bei Andy Dickinson.

Im Wald da stehen die Räuber – und sägen an dem Ast auf dem wir sitzen…

Immer mehr “umweltbewuste” Menschen greifen heute auf den CO2 neutralen Brennstoff Holz zurück. Neben einem  Guten Gewissen bringt dies auch noch finanzielle Erleichterungen, was ja sonst bei ökologisch sinnvollem Verhalten eher nicht der Fall ist.

Neuerdings wird dieser Trend aber von ….

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