Belene: Erdbeben erschüttert AKW-Baustelle 23 Jahre nach Tschernobyl
23 Jahre nach der Umweltkatastrophe in Tschernobyl erschüttert ein Erdbeben den geplanten bulgarischen AKW-Standort Belene
Darf man ein Kernkraftwerk überhaupt in einem Erdbebengebiet errichten? Der deutsche Energiekonzern RWE hatte als einer der wichtigsten Investoren des Projekts offenbar bislang keine ernsthaften Bedenken, ganz im Gegensatz zu besorgten Bürgern und Fachleuten wie Dr. Gueorgui Kastchiev. Der ehemalige Leiter der bulgarischen Atomenergieaufsicht sprach sich auf der Jahreshauptversammlung des RWE am vergangenen Mittwoch gegen den Bau des AKW Belene aus. Zahlreiche Politiker und Aktionäre schlossen sich der Kritik an.
Nur wenige Tage später, am Abend des 25. April 2009, kam es am geplanten Standort zu einem Erdbeben der Stärke 5,3 auf der Richterskala. In der gleichen Nacht ereignete sich vor 23 Jahren das Reaktorunglück in Tschernobyl. Das bulgarische AKW Belene soll ebenfalls mit russischer Technologie gebaut werden. Nach dem ersten Baubeginn 1987 wurde das ursprüngliche Projekt aufgrund von Geldmangel und Bürgerprotesten zunächst eingestellt. Der Neubau soll nach Plänen von RWE 2013 in Betrieb genommen werden.
Wer seine Stimme geltend machen möchte hat hier die Möglichkeit dazu:
Petition: Ausstieg aus der Atomenergie & Petition: Finger weg von Belene


Dienstag, 28. April 2009 um 12:38
Belene: Erdbeben erschüttert AKW-Baustelle 23 Jahre nach Tschernobyl…
23 Jahre nach der Umweltkatastrophe in Tschernobyl erschüttert ein Erdbeben den geplanten bulgarischen AKW-Standort Belene. RWE hält trotz Protesten am Bau des Risiko-Reaktors fest….
Dienstag, 28. April 2009 um 14:01
Alle Umweltbewussten Menschen sollten Ihre Anbieter wechseln und nur Ökologisch korrekte Anbiter nutzen! Der Bau eines AKW im Erdbebengebiet in Bulgarien ist eine Frechheit!
Dienstag, 28. April 2009 um 16:09
Als Ökonom muss man die sozialen Kosten mit den sozialen Nutzen abwägen. Die werden das AKW nicht umsonst dort hinbauen, wahrscheinlich bringt es Bulgarien und der Wirtschaft etwas.
Dienstag, 5. Mai 2009 um 09:51
[...] aKw beteiligen, das problem ist nur, das belene eine erdbebenregion ist. am 25.04.09 kam es in belene zu einem erdbeben der staerke 5,3 auf der richterskala, aber rwe lässt sich nicht beirren und ist weiterhin der meinung, ein [...]
Dienstag, 29. März 2011 um 19:43
Es ist für mich absolut unverständlich warum solch Anlagen überhaupt noch gebaut werden dürfen. Nach Tschernobyl und jetzt in Japan müsste man eigentlich die richtigen Schlüsse darauß ziehen und sofort und weltweit aus der Atomkraft schnellstmöglich auszusteigen!
Aber hier zählt mal wieder nur das Geld das sich die Großkonzerne verdienen wollen!!!!!