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Artenschutz in Terrarien: bedrohte Tierarten erhalten

Reptilien zählen zu den Lebewesen, die viele Menschen in ihren Bann ziehen. Als Haustiere

Komodowaran

werden sie hierzulande in der Regel in Terrarien gehalten. Es ist schwer zu sagen, ob es das urtümliche und teilweise recht bizarre Aussehen dieser besonderen Tiere ist, welches fasziniert oder die Vielfalt von Echsen und Schlangen, die diesen Planeten bevölkern. Sicher ist, dass es sich bei Reptilien um ein wahres Erfolgskonzept der Evolutionsgeschichte handelt. Lange bevor an das erste Säugetier zu denken war, gab es bereits Echsen.

Gefährdete Reptilien: Krokodile, Riesenwarane, Gift- und Würgeschlangen

Einige heute noch lebende Krokodil-Arten unterscheiden sich genetisch kaum von ihren Urahnen, die schon zu Zeiten der Dinosaurier lebten. Krokodile, Riesenwarane, Gift- und Würgeschlangen standen lange Zeit unangefochten an der Spitze der Nahrungskette, da sie keine natürlichen Feinde hatten – Bis der Mensch kam. Andere Reptilien überlebten Jahrtausenden durch geschickte Tarnung oder gute Panzerung – Bis der Mensch kam. Die Jagd auf sie und die Zerstörung ihrer natürlichen Lebensräume hat dazu geführt, dass heute rund 75 Prozent aller Reptilien als selten oder vom Aussterben bedroht gelten. Von den circa 160 verschiedenen noch lebenden Chamäleon-Arten beispielsweise, ist ein Großteil gefährdet.

Brutgeräte und Brutsubstrate für die Reptilien-Nachzucht im Terrarium

Die Reptilien-Nachzucht im Terrarium ist somit längst mehr als eine Spielerei. Für manche Arten kann sie das Überleben sichern. Jedoch ist die Haltung von Reptilien nichts für spontane Liebhaberei und erfordert viel Zeit, Raum und umfassende Information über das jeweilige Tier. Ziel sollte es in jedem Fall sein, dem natürlichen Lebensraum des Reptils so nahe wie möglich zu kommen. Geht es nun um die Reptilien-Nachzucht, so sind hier die Anforderungen noch höher. Denn die Brut und Aufzucht der meisten Reptilien ist ein sensibles Thema, der Erfolg stark von der richtigen Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Ernährung abhängig. Ohne Brutgeräte, die diese Voraussetzungen schaffen, arbeiten die wenigsten professionellen Züchter. An dem Einsatz der Brutgeräte scheiden sich die Geister, jedoch gibt es viele Tatsachen, die dafür sprechen. Die konstante Erhaltung der richtigen Brutatmosphäre und die Vermeidung von Keimen sind ohne Inkubatoren sehr schwierig. Die Verwendung geeigneter Brutsubstrate, als Unterlage für die Eier, kann entscheidend sein, für das Überleben der Nachzucht. Im Handel finden sich hier verschiedene Sorten, die jeweils für bestimmte Eiersorten verwendet werden können.

1 Kommentar

  1. Martin Lück:

    Dem kann ich nur zustimmen.
    Der Erhalt verschiedenster Reptilien wird in der Zukunft nur noch durch das Züchten und somit auch der Haltung von Reptilien entgegen gewirkt werden. Aber nicht nur die Welt der Reptilien zieht einen Nutzen daraus, denn die Menschheit steckt noch in den Kinderschuhen wenn es um die Weiterentwicklung von Medikamenten geht, die mit Hilfe von z.B. Schlangengiften ganz neue Krankheiten therapieren kann.

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