Während sich dieser Tage in Kopenhagen die mächtigen und reichen dieser Erde mit den Schwellen- und Entwicklungsländern kleinlich darum streiten , wer finanziell für die Rettung unseres Planeten bzw. dessen Klima aufkommen soll, veröffentlichte Germanwatch den Klimaschutz-Index 2010 der aussagekräftig und mit anschaulichem Kartenmaterial die Hotspots der Klimasünder und die aktivsten Klimaschützer unter den Nationen aufzeigt.
Während die Öffentlichkeit gerade zusieht, wie beim Klimagipfel in Kopenhagen über Geld gestritten wird, ist abseits der TV-Kameras vor Kurzem eine Besorgnis erregende Entscheidung gefallen: Das UN-Klimasekratariat entschied, dass für den Betrieb von Soja- und Palmölplantagen CO2-Gutschriften ausgestellt werden können. Das heißt konkret: dort wo Regenwald zerstört und durch Monokulturen ersetzt wurde, die u.a. der Produktion des sogenannten Biosprit dienen, können die Betreiber für ihre Plantagen auch noch Bonuspunkte im Emissionshandel erzielen.
Der Emissionshandel (CDM – Clean Development Mechanism) dient offiziell der Reduktion des CO2-Ausstoßes. Umweltfreundliche Länder sollen dadurch von ihren Verdienste im Umweltbereich auch finanziell profitieren, Umweltsünder zumindest zur Zahlung von Geldern verpflichtet werden. Duch die neue UN-Regelung können sich jedoch große Umweltzerstörer selbst als Umweltschützer hinstellen und Subventionen. Der Umweltschutzgedanke wird damit ad absurdum geführt und Regenwaldzerstörung finanziell gefödert.
Eine weltweite Protestbewegung fordert nun die sofortige Rücknahme der neuen EU-Entscheidung, eine Protestaktion finden Sie bespielsweise auf www.regenwald.org .