Gesellschaft und Ökologie

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Gesellschaft und Ökologie - Nachrichten aus Umwelt, Naturschutz und Ökologie

Archiv: Juni 2009

Naturfoto-Workshop von Dr. Martin Kreuels, Teil 3: Faktor Zeit

Naturfoto: Blüte von Dr. Martin Kreuels
Foto: Blüte | © Martin Kreuels

Faktor Zeit – nicht die Verschlusszeit!

Der Rausch des Klickens, das nächste Bild im Kasten und schon wieder ein weiteres Motiv anvisiert. Immer weiter, immer mehr Fotos. Immer größere Datenmengen. Kenn ich, ja natürlich, so ist der Anfang. Und wenn es zu dunkel ist, kommt der Blitz dazu, auch wenn das Motiv eigentlich unbeweglich ist. Zeit ist dabei ein flüchtiges Gut. Hauptsache das nächste Foto ist im Kasten.

Zu Hause am Rechner dann die Ernüchterung. Foto 1 na ja, Foto 2 oooh Gott, da fehlt der Kopf, Foto 3 naja, etwas mehr randlich wäre schön gewesen, Foto 4 klasse. Und hier liegt das Problem. Je mehr Fotos geschossen werden, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit eines Zufalltreffers, eines guten Fotos. Damit wird der Stil (Fotografie wie ein Schrotgewehr) gerechtfertigt. Drauf los knipsen bis man einen geeigneten Treffer hat. Aber sind die einzelnen Fotos wirklich gut oder könnte man diese nicht auch noch verbessern. Und was ist mit dem Ausschuss. Eigentlich schöne Motive, aber leider fotografisch schlecht umgesetzt. Also eigentlich eine weggeworfene Chance.
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EU-Agrarsubventionen: keine Chance für Öko-Bauern

Die Mitte Juli 2009 veröffentlichten Zahlen über die EU-Agrarsubventionen sind mehr als ernüchternd:  Obwohl die EU auch Fördermittel an ökologische Betriebe vergibt, landet der größte Teil der Subventionen bei den Großkonzernen, die auf großflächigen Betrieben konventionelle Landwirtschaft im industriellen Stil betreiben. So ist die Firma Südzucker der größte EU-Subventionsempfänger in Deutschland. Abgesehen von der Bürokratie, der hier von der EU betrieben wird, führt das System der Agrarsubventionen zu einer Umverteilung von unten nach oben. Konzerne profitieren, engagierte Öko-Bauern und Bäuerinnen ziehen den Kürzeren. Durch die Exportsubventionen leiden zudem die ohnehin schon armen Erzeuger in den Entwicklungs- und Schwellenländern, die oft am Rande des Existenzminimums produzieren.  Eine Abschaffung der EU-Subventionen wäre wohl für Umwelt, Landwirte und die gesamte Bevölkerung die beste Lösung.
Quellen: Tagesschau, Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

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