Gesellschaft und Ökologie

- weltweit ökologisch denken und handeln -

Gesellschaft und Ökologie - Nachrichten aus Umwelt, Naturschutz und Ökologie

Archiv: Mai 2009

Schweinswale in der Ostsee durch Schnellbootrennen gefährdet

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Foto: © NOAA

Wie der Verein Rettet den Regenwald e. V. berichtet, soll ausgerechnet während der Wurf- und Säugezeit der in der Ostsee heimischen Schweinswale ein Schnellboot rennen stattfinden. Mit dem Veranstaltungsort Eckernförder Bucht hat man sich zudem ein Gebiet mit der höchsten Schweinswaldichte an der deutschen Ostseeküste ausgesucht.
Die emfindlichen Tiere werden also durch eine an sich schon sehr zweifelhafte Spaßaktion in der wichtigsten Zeit des Jahres gestört, die Auswirkungen auf die Population sind kaum einzuschätzen.

Interesannterweise ist ausgerechnet dasRatsmitglied der Bündnis 90/Die Grünen im Gemeinderat der Gemeinde Jüchen, Thomas Dederichs, Vorstand der Bts® Europa AG, die mit den Marken DUI und HALYCON zu den wenigen noch verbliebenen Sponsoren zählt.
Firmen die noch immer durch Sponsoring derartige “Spaßevents” unterstützen, sollten sich ernsthaft Gedanken um den zu erwartenden Imageschaden machen! Die Effekte könnten negativ sein wie zahlreiche Blogbeiträge und Presseberichte zeigen!

Diese überflüssige und sinnlose Aktion sollte verhindert werden!

Bitte unterstützt den Protest dagegen durch eine Teilname an der Online-Petition / Protestaktion zum Schutz der Wale in der Ostsee!

Naturfoto-Workshop von Dr. Martin Kreuels, Teil 2

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Foto: Insekt Kopf | © Martin Kreuels

Ausprobieren – Knipsen – Fotografieren
Jeder der anfängt zu fotografieren wird am Anfang alles, also wirklich alles fotografieren was er vor die Linse bekommt. Ich habe im ersten Jahr 22.000 Bilder geschossen. Landschaften, Tiere, Pflanzen, Menschen, Street, Rost, Steine etc. einfach alles. Teilweise ohne Sinn und Verstand. Gerade am Anfang ist es der Rausch des Klickens, vielleicht auch ein wenig wie eine Jagd. Ob da jetzt der Jäger im Mann durchkommt, weiß ich nicht, es geht aber schon stark in diese Richtung. Qualität, Bildaufbau, Motivwahl bleiben auf der Strecke. Leider – man muss es wirklich so sagen – hat man Zufallstreffer dazwischen, die gar nicht schlecht sind. Ein Kollege nannte es den Schroteffekt. Drauflos ballern und irgendwas wird schon gutes dabei sein. Unterstützt wird dies durch die neue Technik, die Bilder in Mengen produzieren kann, es aber keine Kosten verursacht. weiterlesen… »

Naturfoto-Workshop von Dr. Martin Kreuels, Teil 1

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Foto Rote Pilzgruppe | © Martin Kreuels

Im Allgemeinen werden Workshops, Seminare und Kurse von Profis angeboten. Der bin ich sicherlich nicht. Vielleicht macht das aber auch genau den Reiz aus, mal einen Workshop oder auch eine Reihe, das ist hier eine Definitionssache, anzubieten, da es „by the way“ passiert. Meine Ideen und Erfahrungen möchte ich hier frisch präsentieren und das quasi ohne den ganzen theoretischen und professionellen Hintergrund. Ich lade Sie also dazu ein mit mir hier zu diskutieren, mir die Sachen um die Ohren zu hauen oder mich vielleicht auch mal in meiner Annahme zu bestätigen. Letzteres wird aber sicherlich der seltenere Fall sein, da das Fotografieren ein individuelles Tun ist. Jeder hat andere Ideen, Gestaltungsmöglichkeiten und Sichtweisen. Aus diesem Grund werden Sie hier keine Reihe vorfinden, mit der Sie später ein Mikrostockmillionär werden und Reichtümer ansammeln können. Die Fotos, die Sie machen, müssen Ihnen gefallen, nicht der Allgemeinheit. Mag ein egoistischer Ansatz sein, aber es geht hier nicht um Massenware, sondern um Ihre Bilder. weiterlesen… »

Eilaktion: Zerstörung des Rio Sao Francisco verhindern!

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Foto: Janas / Wikimedia.org

Die brasilianische Regierung will Ende Mai 2009 mit der Umleitung des Rio Sao Francisco beginnen und löste damit weltweit Proteste aus. Die Umleitung kommt in erster Linie dem Anbau von Soja und Zuckerrohr zugute, die natürliche Vegetation und der Lebensraum der ansässigen Bevölkerung würde dem Export und der Produktion von “Biokraftstoff” geopfert. Die Bevölkerung am Sao Francisco ist von Trinkwasserknappheit und Hunger bedroht, viele müssten ihren angestammten Lebensraum verlassen.
Nachdem der Bischof Luiz Cappio 2007 aus Protest in den Hungerstreik trat, wurde das Projekt zunächst gestoppt. Für sein Engagement erhielt Luiz Cappio am 8. Mai den Kant-Weltbürgerpreis 2009. Doch der internationale Protest ist offenbar bisher zu gering, um die Regierung Lula von der Fortsetzung der Umweltzerstörung im brasilianischen Regenwald abzuhalten. Mit einer Eilaktion auf www.regenwald.org kann die Umweltzerstörung vielleicht quasi in letzter Minute gestoppt werden.

Fragwürdiger “Öko-Rennwagen”

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Bildquelle: University of Warwick

“Öko” ist in. Die Supermärkte sind voll von Produken mit “Bio”-Siegel und nun soll selbst der, oft zu recht hart kritisierte, Motorsport mit dem grünen Etikett versehen werden: Britische Forscher haben ein Auto entwickelt, das in den Medien als “Öko-Rennwagen” (“WorldFirst Formula 3 Racing Car”) für Aufsehen sorgte. Der Wagen fährt mit Biodiesel und wurde teilweise aus nachwachsenden Rohstoffen bzw. Recycling-Materialien hergestellt.

Aber auch ein Lenkrad aus Karottenfasern und ein Sitz aus Sojabohnenöl ändern nichts an der Tatsache, dass beim Motorsport wertvolle Rohstoffe verschwendet werden und PS-starke Autos als Ideal gefeiert werden. Auch wenn Forschungsleiter Steve Maggs von der University of Warwick betont, dass hier wichtige Forschungsergebnisse erzielt würden, beispielsweise ein Katalysator, der die Verwendung von Pflanzenöl als Schmieröl zulässt, wäre es sicher sinnvoller gewesen, solche ökologisch sinnvollen Innovationen direkt der Verbesserung marktreifer PKW zugute kommen zu lassen. Auch ohne sogenannte “Öko-Rennwagen” wurden in den vergangenen Jahren erfolgreich sparsame 3-Liter-Autos auf den Markt gebracht. Das eigentliche Problem ist jedoch die mangelnde Nachfrage. Solange schnelle Sportwagen weiterhin als ideales Auto gefeiert werden, werden Ökologie und Ökonomie beim Autokauf wohl weiterhin auf der Strecke bleiben.

Atomstrom ist teuer – versteckte Subventionen verzerren die Preise

Atomkraft - Nein Danke!

Atomstrom – bizarrerweise kommen gerade jetzt, vor dem Hintergrund der Klimaveränderungen, die Energiekonzerne wieder aus den Löchern gekrochen um dem Verbrauchern ihren sauberen und CO2-neutralen Atomstrom wieder schmackhaft zu machen.
Nicht zuletzt über das Argument des günstigeren Preises werden die Werbetrommeln gerührt und natürlich – wo immer es – geht neue AKWs gebaut – zur Not auch in Erdbebengebieten von Staaten mit korrupter Verwaltung.
Wie heute bei Golem zu lesen war ist aber gerade das Preisargument so nicht haltbar.

Laut Zeit Wissen werden bei diesen Preisangaben sowohl falsche Grundannahmen angelegt. So wird z. B. die Laufzeit und Auslastung der Kraftwerke unrealistisch hoch angesetzt.

3 bis 4 Cent soll die Kilowattstunde kosten, versprechen die Energieversorger. Zum Vergleich: Strom aus kohlendioxidemittierenden Kohlekraftwerken kostet zwischen 2,5 und 5 Cent pro Kilowattstunde. Umweltfreundlicher Strom aus erneuerbaren Energiequellen hingegen ist teurer: Windstrom kostet 6 bis 9 Cent, Solarstrom 9 bis 50 Cent je Kilowattstunde.

Dieser von den Betreibern angegebene Strompreis sei jedoch nicht realistisch, berichtet das Magazin Zeit Wissen in seiner aktuellen Ausgabe. “Auf solch niedrige Kosten pro Kilowattstunde kommen AKW-Betreiber allerdings nur, wenn sie versteckte Subventionen berücksichtigen”, sagte Wolfgang Irrek, Energieexperte am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie dem Zeit-Ableger.

Diese versteckten Subventionen sind im Einzelnen z. B. viel zu niedrige Risikoabsicherungen der Kraftwerksbetreiber oder besonders günstige Kredite bei hoher Laufzeit.

Fazit: Mit der Wahrheit nehmen es die Herren Atomstromwerber nicht so genau – dann doch lieber auf Ökostrom umsteigen und vor allem weniger Energie verbrauchen. weiterlesen… »

Monsanto erleidet Niederlage bei Eilantrag zum Gen-Mais Verbot

Pro Umwelt und pro gentechnikfreie Nahrung hat heute (Di. 05.05.2009) das Verwaltungsgericht Braunschweig entschieden und dem Eilantrag des amerikanischen Monsanto-Konzerns zur Aufhebung des Genmaisverbotes durch Frau Aigner abgewiesen. Dies ist eine, zwar vorläufige aber doch herbe Niederlage im Streit um die Zulassung des Anbaues der genmanipulierten Maissorte MON 810.
Das Gericht hielt die gesetzlichen Erfordernisse zur Aufrechterhaltung des Verbotes für gegeben. Eine Notwendigkeit von gesicherten wissenschaftlich Beweisen für die Gefährdung hielt das Gericht nicht für notwendig. 

Eine aus ökologischer und gesundheitspolitischer Sicht gute und richtungsweisende Entscheidung, die das Wohlergehen von Mensch und Umwelt vor die rein wirtschaftlichen Interessen des Monsantokonzerns stellt.
Über FAZ

“Grüne Suchmaschine” Forestle

forestle

Die Projekt Forestle hat sich als “grüne Suchmaschine” zum Ziel gesetzt, Projekte zum Schutz des Regenwalds zu über Werbeeinnahmen zu finanzieren. Nach eigenen Angaben werden auf diese Weise bei jeder Suche über Forestle.org 0,1 m² Regenwald gerettet. Die Suchergebnisse stammen von Yahoo, seit sich Google nach anfänglicher Zusammenarbeit aus dem Forestle-Projekt zurückgezogen hat.

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