Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CDU) erlaubte soeben den Anbau der umstrittenen “Genkartoffel” Amflora im Rahmen eines Freilandversuchs. Nachdem das Verbot der Genmais-Sorte MON810 in weiten Teilen der Bevölkerung für Begeisterung sorgte, steht die Ministerin nach ihrer jüngsten Entscheidung erneut im Zentrum der Kritik. Nach Angaben von Bild.de werden übrigens weltweit bereits auf insgesamt über 125 Millionen Hektar gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut – mehr als das dreifache der Fläche der Bundesrepublik Deutschland.
23 Jahre nach der Umweltkatastrophe in Tschernobyl erschüttert ein Erdbeben den geplanten bulgarischen AKW-Standort Belene
Darf man ein Kernkraftwerk überhaupt in einem Erdbebengebiet errichten? Der deutsche Energiekonzern RWE hatte als einer der wichtigsten Investoren des Projekts offenbar bislang keine ernsthaften Bedenken, ganz im Gegensatz zu besorgten Bürgern und Fachleuten wie Dr. Gueorgui Kastchiev. Der ehemalige Leiter der bulgarischen Atomenergieaufsicht sprach sich auf der Jahreshauptversammlung des RWE am vergangenen Mittwoch gegen den Bau des AKW Belene aus. Zahlreiche Politiker und Aktionäre schlossen sich der Kritik an.
Nur wenige Tage später, am Abend des 25. April 2009, kam es am geplanten Standort zu einem Erdbeben der Stärke 5,3 auf der Richterskala. In der gleichen Nacht ereignete sich vor 23 Jahren das Reaktorunglück in Tschernobyl. Das bulgarische AKW Belene soll ebenfalls mit russischer Technologie gebaut werden. Nach dem ersten Baubeginn 1987 wurde das ursprüngliche Projekt aufgrund von Geldmangel und Bürgerprotesten zunächst eingestellt. Der Neubau soll nach Plänen von RWE 2013 in Betrieb genommen werden.
Wer seine Stimme geltend machen möchte hat hier die Möglichkeit dazu:
Petition: Ausstieg aus der Atomenergie & Petition: Finger weg von Belene
Das Verbot der Gen-Mais-Sorte MON810 durch die deutsche Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner ließ den Hersteller Monsanto nicht kalt. Am 21. April 2009 reichte Monsanto beim Bundesverwaltungsgericht Braunschweig Klage gegen das Verbot ein, um durch einen Eilentscheid zu erreichen, dass noch in diesem Frühjahr Gen-Mais ausgesät werden darf.
Obwohl die Mehrheit der deutschen Bevölkerung gentechnisch veränderte Lebensmittel ablehnt, liegt die Entscheidung darüber nun in den Händen der Juristen.
Übergewicht ist nicht nur ungesund, sondern auch umweltschädlich. Zu diesem Schluß kommt eine wissenschaftliche Studie, die von Phil Edwards und Ian Roberts von der Londoner School of Hygiene and Tropical Medicine im britischen Magazin “International Journal of Epidemiology” veröffentlicht wurde. Aktuellen Forschungsergebnissen zufolge ist der CO2-Ausstoß von einer Milliarde überwiegend schlanker Menschen um eine Gigatonne CO2 geringer als der einer weitgehend übergewichtigen Gesellschaft. Somit sei Übergewicht als ernsthaftes Umweltproblem anzusehen.
Gründe sind zum einen die erhöhte Nahrungsmittelproduktion, die für einen erhöhten Ausstoß von Treibhausgasen sorgt. Weitere Emissionen enstehen durch erhöhte Transportkosten in der Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie. Weiterhin wird für den Tranport vieler dicker Menschen mehr Energie benötigt, und statistisch gesehen benutzen übergewichtige Menschen zudem häufiger das Auto. Daher riefen die Wissenschaftler dazu auf, den Kampf gegen Übergewichtigkeit künftig als “Schlüsselfaktor” im Kampf gegen Umweltzerstörung und Klimawandel zu nutzen.
In den Medien wird dieser Denkanstoß bislang vor allem als Kuriosität gehandelt, die im schlimmsten Falle noch dazu beiträgt, bestehenden Vorurteilen Vorschub zu leisten. In Wirklichkeit ist es natürlich ein komplexes Thema, das nicht nur die Menge sondern auch die Art unserer Ernährung hinterfragen sollte. Vor allem der starke Fleischkonsum ist ökologisch und ernährungspolitisch bedenklich und mitverantwortlich für steigende CO2-Emissionen und die Knappheit von Wasser und Nahrungsmitteln.

Der Markt ist gross und es ist ein Markt der Zukunft. Stromautos, Elektroautos – Individualverkehr aus der Steckdose. Damit sich dieser Markt besser entwickelt, einigten sich die Großen der Energiebranche nun auf einen standardisierten Ladestecker. So soll garantiert werden, dass einzelne Insellösungen, die Nutzbarkeit von Elektrofahrzeugen einschränken könnte.
Die Standards sollen offengelegt werden und somit jedem Anbieter oder Entwickler zur Verfügung stehen.
Der neue Normstecker wurde am Wochenende auf der Hannovermesse präsentiert, er ist dreiphasig und arbeitet mit einer Spannung von 400 Volt und bis zu 63 Ampère.
An den Entwicklungen in diesem Bereich, u. A. von gemeinsamen Ladetechnologien, sind auch die meisten der großen Automobilhersteller beteiligt.
Zwar sind Elektroautos nicht grunsätzlich umweltschonender als herkömmliche PKW, sie bieten aber eine technische Möglichkeit individuelle Mobilitätsbedürfnisse durch regenerative, erneuerbare Energien zu realisieren. Zudem arbeiten Elektromotoren energieeffizienter als Verbrennungsmotoren, die Bereitstellung der Energie erfolgt zentral und lässt sich zentral optimieren. Faktoren wie CO2 Emissionen könnten erheblich verringert werden.
Aus ökologischer Sicht wäre natürlich eine drastische Reduzierung des PKW-Verkehrs sinnvoll – realistisch betrachtet ist dies jedoch mittlelfristig kaum durchzusetzten. Eine Entwicklungserleichterung für Elektrofahrzeuge und deren Infrastruktur ist wohl schon deshalb zu begrüßen.
Info: Welt.de – Golem

Es ist wohl nicht die Lösung, der durch die neuen Informationstechnologien verursachten, energiepolitischen Fragen.
Ein Denkanstoss zu mehr einfachem, zielgerichteten und lokalem Handeln ist es in jedem Fall:
Der liberianische “Nachrichtenspezialist” Alfred Sirleaf, auch als Liberia’s Blackboard Blogger bekannt, pinnt seine Postings an ein Schwarzes Brett. Nach eigenen Angaben erreicht er damit bis zu 10000 Personen täglich. Selbst wenn man diese Zahl kritisch hinterfragen kann, ist der selfmade Anchorman scheinbar recht erfolgreich. Kleine Webebotschaften im Nachrichtenmix scheinen sein Unternehmen zu finanzieren.
Ein kleines Schmunzeln ist erlaubt – gefunden bei Andy Dickinson.

Mit dem Verbot des Anbaus der genetisch manipulierten Maissorte MON 810 erringt die ökologische Bewegung aktuell einen wichtigen Etappensieg im Kampf gegen das Vordringen gentechnisch veränderter Nahrungsmittel in unsere Umwelt und somit in unsere Nahrungsmittel.
Die Bekanntgabe des Verbotes durch Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) am 14. 04. 2009 in Berlin wird von Umweltaktivisten und Blogs gefeiert – Frau Aigner in höchsten Tönen für ihr Rückgrat gelobt.
Ob die Aufrechte Haltung von Frau Aigner allerdings von Dauer sein wird und ob Aufforderungen z. B. von Greenpeace diese Einstellung auch in Brüssel zu vertreten Erfolg haben werden bleibt abzuwarten. Vor allem vor dem Hintergrund dass der Druck der Lobbyisten um Bayer, Monsanto und weiteren in der Gentechnik aktiven Konzerne steigen wird.
Es wurden und werden hier ja erhebliche Mittel in die Forschung und Weiterentwicklung genetisch manipulierten Saatgutes gesteckt. Mit einem freiwilligen Verzicht wird also nicht zu rechnen sein.
Selbst wenn Frau Aigner betont, dass die Enscheidung für das Genmaisvervot eine Fachchliche sei darf doch angemerkt werden, dass dieselbe Frau Aigner noch kürzlich zu den Befürwortern der Technologie gehörte.
Die TAZ bemerkt dementsprechend, dass die Motivation für diesen Meinungsumschwuch wohl z. T. auch in den bevorstehenden Europa und Bundestagswahlen zu sehen ist. Die Tatsache, dass die Mehrheit der Bundesbürger gentechnisch manipulierte Nahrungsmittel ablehnt und die Kampagnen der ökologisch orientierten Gruppen und Parteien scheinen da einen Teil zur Entscheidungsfindung beigetragen zu haben.
Fürs Erste ist das Verbot in jedem Fall ein Erfolg – es wird an den Umweltbewegten in Deutschland und Europa liegen mit Beharrlichkeit, Information und wohl auch durch die Ablehnung der Konsumenten, ein weiteres Eindringen der manipulierten Gene in unsere Nahrung zu verhindern.
Der Klimawandel ist schon seit langem ein Dauerbrenner in der gesellschaftlichen Diskussion. Die Frage, ob überhaupt ein Klimawandel stattfinde, ist wohl spätestens seit den dramatischen Bildern schmelzender Gletscher in den Alpen eindeutig mit Ja zu beantworten. Strittig bleibt in wissenschaftlichen Kreisen weiterhin, welchen Einfluss der Mensch tatsächlich auf das Klima hat und welche Folgen uns durch den Klimawandel bevorstehen.
Siehe dazu auch die Diskussion “Klimaveränderung – Katastrophe oder nicht?”
Biosprit, also Treibstoff aus nachwachsenden Rohstoffen, wurde einmal hoffnungsvoll als Lösungsansatz für den umweltfreundlichen Straßenverkehr gefeiert. Der deutsche Bundestag beschloss die Förderung biologischer Kraftstoffe, und seit 2007 muss Diesel einen Anteil an Bio-Diesel enthalten.
Nach der anfänglichen Begeisterung über Biosprit herrscht inzwischen weitgehend Skepsis und Kritik vor. Da der Bedarf an nachwachsenden Rohstoffen nicht ausreichend durch einheimische Produkte, wie beispielsweisen Raps von deutschen Feldern, gedeckt werden kann, kommen hier verstärkt Zuckerrohr, Soja und Palmöl aus Entwicklungs- und Schwellenländern zum Einsatz.
Für die Anlage solcher Biosprit-Plantagen werden alte Regenwaldgebiete gerodet und dabei große intakte Ökosysteme unwiderbringlich zerstört. Zudem verringert der Treibstoffanbau die Ackerflläche für die Produktion von Nahrungsmittel. Dadurch steigen die Nahrungsmittelpreise und Hunger und Unterernährung werden weiter verschärft.
Der deutsche Bauernverband rief wiederholt dazu auf, die einheimische Biodiesel-Infrastruktur zu bewahren.
Ende April 2009 entscheidet der deutsche Bundestag erneut über die Beimischung von Agrosprit zu Benzin und Diesel. Umweltorganisationen wie Rettet den Regenwald e.V. fordern ein Ende der Beimischungspflicht. Auf der Suche nach Alternativen zum herkömmlichen Biosprit betrieben Fairtrade-Organisationen Pilotprojekte zur Gewinnung von Biotreibstoff aus Abfallprodukten der Nahrungsmittelproduktion.
Immer mehr “umweltbewuste” Menschen greifen heute auf den CO2 neutralen Brennstoff Holz zurück. Neben einem Guten Gewissen bringt dies auch noch finanzielle Erleichterungen, was ja sonst bei ökologisch sinnvollem Verhalten eher nicht der Fall ist.
Neuerdings wird dieser Trend aber von ….